Franz Schubert — Coronach

Coronach – Toten­gesang der Frauen und Mädchen op. 52, 4 D 836
Er ist uns geschieden vom Berg und vom Walde wie versiegte Quelle, als Not uns bedrängte. Die Quelle wird fließen, genährt von dem Regen, uns scheint nie mehr Freude, dem Duncan kein Morgen.
Die Hand des Schnitters nimmt reife Ähren, unser Trauer­gesang klagt blühende Jugend. Der Herbstwind treibt Blätter, die gelben, die welken, es blüht’ unsre Blume, als Mehltau sie welkte. Ihr flüchtigen Füße, du Rat in Bedrängnis, du Arm im Streite, wie tief ist dein Schlummer. Wie Tau auf den Bergen, wie Schaum auf dem Bache, wie Blas’ auf der Welle bist ewig geschieden. Text: Walter Scott, aus „The Lady of the Lake (1810), Übersetzung: D. Adam Storck (1819)

O salutaris hostia — O heilbrin­gendes Opfer, das du die Pforte des Himmels erschließest!
Die Kämpfe des Feindes bedrücken uns; gib uns Kraft, bringe uns Hilfe! Amen.

Tantum ergo — Darum lasst uns tief verehren ein so großes Sakrament. Dieser Bund wird ewig währen, und der alte hat ein End. Unser Glaube soll uns lehren, was das Auge nicht erkennt. Gott, dem Vater und dem Sohne, Gott dem Geiste benedeit, singt hinauf zum Himmels­throne Ehre, Preis und Herrlichkeit. Und in andachts­vollem Tone sei ihm Lob und Dank geweiht

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